Die am 23.11.2006 vom Landrat initiierte Anhörung zum Ausbau der K 6005 , sowie der im Zuge dessen geplanten Alleenvernichtung verlief ohne besondere Überraschungen.
Die Vertreter der Naturschutzverbände und andere Alleenfreunde beließen es bei sachlichen Argumenten . Grundtenor war, dass die Allee als Lebensraum und landschaftsprägender Bestandteil erhalten werden muss und dies auch bei Ausbau der Straße problemlos möglich sei. Hierbei bezog man sich zu Recht auf das fachlich fundierte Gutachten des Straßenplaners Dr. Ditmar Hunger.
Eine Rüdnitzer Bürgerinitiative, die für die Fällung der Allee streitet, stellte ihre Position ebenfalls dar , wobei der augenscheinlich bar jeder Sachkenntnis vorgetragene Beitrag von Frau Dr. Marlinde Mißlitz wohl als negativer Höhepunkt der Veranstaltung zu werten ist.
Im Zuge ihrer völlig verdrehte Darstellung des Gutachten zu Straßenbaualternativen verzog auch mancher Kreisverwaltungsmitarbeiter schmerzvoll das Gesicht.
Immerhin unterhaltsam geriet die „ Kurzgeschichte“ des BI-Vertreters Holger Mag. Es steht zu hoffen dass Herr M. sich der Gefühle angstgepeinigter Radfahrern auch dann noch erinnert, wenn im Zuge des Straßenausbaus und des Wegfalls der immerhin ein wenig respekteinflößenden Baumbepflanzung alle Geschwindigkeitshemmungen fallen und die Radler „ von der Straße gefegt werden“.
Natürlich sollte dabei nicht bestritten werden das die Verkehrssicherungspflicht an den Alleenstraßen ernst genommen werden muss und entsprechende Pflegemaßnahmen an der K6005 anstehen.
Mehr als deutlich wurde, dass Kreisverwaltung und Landrat die Veröffentlichung von Baualternativen absolut nicht ins Konzept passt. Man werde sich natürlich damit beschäftigen , sehe aber schon jetzt Schwierigkeiten. Was gegen eine Umsetzung der Vorschläge Dr. Hungers spricht, war allerdings auch bei wiederholter Nachfrage nicht zu erfahren.
Bleibt zu hoffen, dass sich die Untere Naturschutzbehörde Barnims trotz des auf ihr lastenden Erwartungsdrucks an ihrer Bestimmung, dem Schutz der Natur, orientiert.
Dabei müsste die Existenz baulicher Planungsalternativen eigentlich von entscheidender Bedeutung sein. Im Jahre 2005 untersagte die UNB sinnvoller Weise die Fällung einer Allee in Panketal , da auch in diesem Falle baumschonende Straßenausbauvarianten nicht berücksichtigt worden waren.
Die Fällung besagter Lindenallee war übrigens in bewährter Weise von Professor Rudolph empfohlen worden .
Interessiert finden die Naturschutzrechtlich Entscheidung betreffs der „Panketaler Allee“ hier.




