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Ein "ökologischer Kahlschlag" der „Allee Rüdnitz-Danewitz“ wird immer wahrscheinlicher, da der Kreis Barnim die Fällgenehmigung der Allee zwischen gestern erteilte.
Heute besetzte eine Aktivistin einen der Ahornbäume.
Mit ihrer symbolischen Aktion protestiert Katharina Tomaschek gegen die geplante Rodung der Bäume, die dem Ausbau der wenig befahrenen Kreisstraße 6005 zwischen Rüdnitz und Danewitz zum Opfer fallen sollen.

Die Allee Rüdnitz-Danewitz ist eine der ältesten und schönsten noch zusammenhängenden Ahornalleen im Land Brandenburg. Mit ihrem geschlossenen Kronendach stellen die über 700 Bäume einen wertvollen Landschaftsbestandteil und ein touristisches Highlight im Barnim dar.
Im Zuge von Straßenverbreiterungsarbeiten will die Kreisverwaltung Barnim die Allee vollständig beseitigen lassen. Über 2 Millionen Euro an EU- Mitteln sollen in ein schlecht vorbereitetes Projekt verbaut werden. Für die insgesamt 4,7 Kilometer lange Kreisstrasse würden die Kosten mehr als 400 Euro pro laufenden Meter betragen. Tatsächlich aber wäre eine deutlich günstigere Erneuerung der Fahrbahn aus verkehrstechnischer Sicht möglich und ausreichend.
„Wegen der Erneuerung dieser wenig befahrenen Nebenstraße mehr als 700 alte Alleebäume zu fällen, ist völlig unangemessen. Die überwiegende Zahl der Bäume ist vital und standsicher genug, um noch viele Jahre zu existieren. Gefällt werden dürfen nur die Bäume, die die Verkehrssicherheit akut gefährden. In vorhandenen oder entstehenden größeren Lücken sollten Nachpflanzungen in der bestehenden Baumflucht vorgenommen werden, wie es der Brandenburgische Alleenrunderlass aus dem Jahr 2000 empfiehlt“, erklären der Sprecher des Kreisverbandes BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Stefan Stahlbaum sowie der Waldökologe und SPD-Kommunalpolitiker Dr. Andreas Steiner.

Seit Dienstag besetzt die Aktivistin und Forstwirtin Katharina Tomaschek (26) einen der Alleebäume um auf die Behördenwillkür aufmerksam zu machen.Katharina ist seit ca. 2 Jahren Mitgleid bei Bündnis90 /Die Grünen im Kreis Barnim „Es ist unbegreiflich, mit welchen Argumenten die Fällung einer ganzen Allee genehmigt wird. Die Ahornbäume sind in einem ausreichend vitalen Zustand“, so Tomaschek. „Ein von Dr. Hunger vorgelegtes Baugutachten zeigt, dass die Straßenerneuerung wesentlich günstiger und unter Erhalt sämtlicher Alleebäume möglich ist. Das Alleenmassaker scheint beschlossen und abgesegnet zu sein, anders ist die Starrköpfigkeit der Behörden nicht zu erklären. Deshalb habe ich mich entschieden, zivilen Ungehorsam gegen diese Art von staatlichem Unfug zu leisten“.
Der Kahlschlag dieser Alleebäume würde einen erheblichen Eingriff in das Landschaftsbild und die Biotopfunktion der Landschaft darstellen. Für die touristische Anziehungskraft des märkischen Backofendorfes Danewitz wäre der Verlust der Allee ebenfalls fatal.

Trotzdem die Aktion Katharinas nach ca. 4 Stunden beendet wurde, hat ihre Einsatz für große öffentliche Aufmerksamkeit gesorgt.
Genau diese Öffentlickeit ist es, die die Kreisbehörden Barnims (zu Recht) am meisten fürchten.
Katharinas "Rüdnitzer Erklärung" lesen Sie hier. Weitere Informationen finden sich unter www.hauptstadtblog.de

 

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